50 Jahre Frauenstimmrecht und was macht der Kanton?

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Im Jahr 2021 feiert die Schweiz 50 Jahre Frauenstimmrecht. Am 7. Februar 1971 stimmten die Schweizer Stimmbürger der Verfassungsänderung zu, damit künftig alle Schweizer*innen die gleichen politischen Rechte haben. Auf der kantonalen Ebene folgte die Zustimmung im Thurgau etwas später, und zwar am 12. Dezember des gleichen Jahres. Die Demokratie in der Schweiz, in der Männer und Frauen über das aktive und passive Wahlrecht verfügen, ist also noch sehr jung und wurde damals nur mit einer Zweidrittelmehrheit angenommen.

Die politische Gleichberechtigung ist heute eine Selbstverständlichkeit. Dies ist vor allem den mutigen und engagierten Frauen zu verdanken, welche auch im Kanton Thurgau jahrzehntelang für Demokratie und Gleichstellung gekämpft haben. Zollen wir diesen Frauen Respekt. Wir erachten es daher als wichtig, dass auch der Kanton (neben Aktivitäten von Frauenorganisationen, Parteien und der schweizweiten Plattform CH2021) dieses Jubiläum würdigt, denn 50 Jahre Frauenstimmrecht sind ein Anlass, sich mit unserer Geschichte zu befassen.

Mit diesem Vorstoss haben acht Kantonsrätinnen aus allen Parteien gemeinsam eine Einfache Anfrage eingereicht.

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Corona Krise: Massnahmen für Lehrstellensuchende und Lehrabgänger*innen

Die Schweizer Wirtschaft ist in der Corona-Krise immens gefordert. Es drohen Konkurse, von welchen auch Lehrbetriebe mitbetroffen sein könnten. In diesem Jahr zeigte sich der Lehrstellenmarkt noch krisenresistent und es konnten im Thurgau sogar mehr Lehrstellen vergeben werden als im Vorjahr. Die Rezession und die demographisch bedingte Zunahme von Absolventen der obligatorischen Schulen kann dazu führen, dass sich die Lage auf dem Lehrstellenmarkt zunehmend verschärft. Die Krise wird vor allem auch Auswirkungen auf die Lehrabgänger*innen haben, welche in einer konjunkturell schwierigen Zeit in den Arbeitsmarkt eintreten.

Die Task-Force «Perspektive Berufslehre» des Bundes bietet den Kantonen ihre Unterstützung bei der Lehrstellenförderung an. Die Massnahmen müssen von nationalen Organisationen der Arbeitswelt oder den Kantonen eingegeben werden oder einen dieser beiden Verbundpartner als Projektpartner aufweisen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich Frage, ob die Regierung des Kantons Thurgau bereits solche Massnahmen/Projekte geplant hat, um einerseits einem Lehrstellenmangel entgegenzuwirken und anderseits Lehrabgänger*innen in den Wirtschafts- und Arbeitsprozess einzubinden, um langfristig einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zu verhindern. 


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Langsamverkehrskonzept: Wie steht es um den Alltagsradverkehr?

Im Jahr 2018 wurde die 50% Verwaltungsstelle «Fachstelle Langsamverkehr» geschaffen. Die Arbeiten der Fachstelle beinhalten Projekte aus den Bereichen Fussverkehr, Wanderwege sowie Veloverkehr, welche schwerpunktmässig Themen der Schulwegsicherheit, der Beratung bei konkreten Gemeindeanfragen, etc. umfassen.

Im Bericht «Langsamverkehr» aus dem Jahr 2018 ist klar ersichtlich, dass der Fahrrad-Freizeitverkehr im Thurgau sehr gut ausgebaut ist. Im Bereich Arbeits-Langsamverkehr bestehen jedoch eindeutige Lücken. Es ist ausserdem allgemein bekannt, dass der E-Langsamverkehr stetig zunimmt, ob als Freizeit- oder Alltagsverkehr. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit der Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aus, sondern neben den ökologischen Vorteilen bewirkt diese Umverteilung vom Auto auf das Fahrrad auch eine Entlastung des kantonalen Strassennetzes.

Die Ansprüche und Bedürfnisse der E-Mobilität im Bereich Arbeitsverkehr sind jedoch im Vergleich zum allgemein gut ausgebauten Freizeit-Langsamverkehr unterschiedlich. Das Ziel hier ist es, möglichst direkt, schnell und sicher an den Arbeitsplatz zu gelangen. Dafür braucht es sichere und vor allem direkte Verbindungen. Genau diese fehlen im Kanton Thurgau. 

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